Digitalpolitische Jahrestagung 2015 der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg

Unter dem Titel "Politik im Netz - Wie das Internet politische Kommunikation und Kultur verändert" veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg am Samstag, 31. Januar 2015, zwischen 10:00 und 17:00 Uhr im Stuttgarter Rathaus ihre diesjährige Jahrestagung mit digitalpolitischem Schwerpunkt, an der neben vielen anderen bekannten netzpolitischen Gesichtern auch Konstantin teilnehmen wird.

Unter dem Titel „Politik im Netz – Wie das Internet politische Kommunikation und Kultur verändert“ veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg am Sa, dem 31. Januar 2015, zwischen 10:00 und 17:00 Uhr im Stuttgarter Rathaus ihre diesjährige Jahrestagung, an der ich auch teilnehmen werde.

Aus der Einladung:

Für manche ist es „Neuland“, aber immer mehr Menschen nutzen Facebook, Twitter oder schon wieder aktuellere Netzwerke. E-Petitionen, Online-Kampagnen wie #aufschrei und politische Blogs schießen wie Pilze aus dem Boden und bieten einen einfachen Deal: Mit einem Klick zum guten Gewissen, mit einem Kommentar mitten drin in der politischen Debatte. Gleichzeitig sinkt die Wahlbeteiligung, und Parteien und Vereinen fehlt der Nachwuchs. Begrenzt sich Engagement auf die virtuelle Welt, wann wird es zu analogem gesellschaftlichen und politischen Handeln?

Wer aber sind die digitalen Citoyens? Kommen sie aus neuen Milieus oder melden sich die üblichen Verdächtigen zu Wort? Liegt in einer digital-kompetenten Bürgerschaft die Zukunft der Demokratie? Fest steht: In Zeiten von Social Media ändern sich politische Kommunikation und Kultur. Aber wie? Politische AkteurInnen wetteifern um die meisten Likes und Follower auf Facebook und Twitter; zu welchem Preis? Geschwindigkeit und Verbreitung nehmen zu – Massenmobilisierung wird möglich, Shitstorms auch. Wenn der Tonfall rauer wird, fehlt meist eine Redaktion, die auf Netikette achtet. Unterschiedlichste Plattformen bedienen immer kleinteiligere Gruppen. Es entstehen neue Räume für politische Meinungsbildung, für eine Gegenöffentlichkeit, die politische Impulse zu setzen vermag. Es blüht eine reichhaltige Vielfalt, die Peripherie mischt im Zentrum mit  – aber leicht überwältigt die Informationsvielfalt. Was bedeutet das für die Vermittlung von Politik?

Programm:

10 Uhr Begrüßung

Keynote „Neuland?! Wer sind die Digitalen Citoyens? Was verändert sich, wie geht die Politik damit um? Da geht mehr!“ 

Prof. Dr. Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Universität Bonn.

 

Was geht im Land?

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, im Gespräch mit Moderatorin Miriam Janke

Wie stellt sich die Landesregierung auf? Open Government und das Beteiligungsportal Baden-Württemberg – wird Regierungspolitik transparenter? Erfahrungen: Verfasste Studierendenschaft und Novelle Landeshochschulgesetz

 

PoliQ

Wissen was in dir steckt. Wie ausgeprägt ist das eigene politische Wissen?
Prof. Dr. Sabine Trepte und Josephine Schmitt, Universität Hohenheim, zeigen mit dem Online-Tool neue Wege auf, sich über Politik zu informieren und sich in der Medienwelt zu orientieren.

 

Mittagspause

 

Herausforderungen

Nikolaus Huss, Unternehmens- und Politikberater,
Anregungen für eine Neuaufstellung für Politik, Parteien und NetzaktivistInnen.

Gregor J. Mayer, Leiter PHOENIX Digitale Medien
Wie das Internet öffentliche Diskurse verändert – ein Bericht aus der Praxis.

 

Wie wirkungsvoll ist Netzaktivismus: Shitstorms, Online-Kampagnen & Co.

Benjamin Hechler, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion B90/Grüne im Landtag BaWü
Aufruhr um Sexualität im Bildungsplan Baden-Württembergs

Anne Wizorek, Digital Media Consultant, Bloggerin und Autorin, Speakerin, Initiatorin von #aufschrei.
Ein #aufschrei ist nicht genug

Pia Schellhammer
Vorsitzende der Enquete-Kommission „Aktive Bürgerbeteiligung für eine starke Demokratie“ und netzpolitische Sprecherin der Grünen Rheinland-Pfalz,  über Transparenz und Beteiligung.

 

Was lässt sich lernen?

Klaus Linsenmeier
2007-2014 Leiter des Washingtoner Büros, ab 2015 Leiter des EU-Büros der Böll Stiftung;

Gerd Manthey
Journalist The Guardian, London, ehem. Mediensekretär von ver.di Baden-Württemberg;
Obamas Wahlkampf – erfolgreich, aber bei uns so nicht möglich
Mit Huffington Post und politico die Agenda bestimmen – welche Nachrichtenplattform für Europa?

 

Vertiefen und Weiterdenken
mit den ReferentInnen in kleineren Gruppen entlang der Leitfragen bei Kaffee.

 

Ernte
Zentrale Diskussionsergebnisse im Plenum.

 

Produktivkraft Netz?!
Dr. Konstantin von Notz, MdB
stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Netzpolitik, Obmann im Ausschuss Digitale Agenda und im Untersuchungsausschuss zur Überwachungs- & Geheimdienstaffäre

Moderation: Miriam Janke

 

Stream und Anmeldung
Die Tagung wird gestreamt. Um Anmeldung und einen geringen Unkostenbeitrag wird gebeten. Alle weiteren Einzelheiten bitten wir direkt den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg zu entnehmen. Hier geht´s zur Anmeldung.