Wie Überwachung unser Leben verändert – Hilft der Blick auf Stasi und SED in der aktuellen Auseinandersetzung weiter?

Vor 25 Jahren gingen Hunderttausende Menschen in der DDR auf die Straße, um für Freiheit zu demonstrieren. Der Protest damals richtete sich auch gegen die Stasi und ihren allumfassenden Überwachungs- und Kontrollapparat. Die friedliche Revolution bedeutete das Ende der DDR und die Auflösung der Stasi. Mit der Stasiunterlagenbehörde wurde zum ersten Mal die Arbeit und die Dokumente
einer Geheimpolizei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die heute bekanntgewordenen Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste bringen  Menschen wieder dazu, stärker über Überwachung zu diskutieren und für Freiheit als gesellschaftlichen Wert zu streiten. Die Digitalisierung des alltäglichen Lebens bietet immer neue Möglichkeiten der Überwachung. Doch statt Transparenz kommen immer neue Enthüllungen ans Tageslicht, wie staatliche Stellen und Unternehmen mehr und mehr Daten über unser Leben speichern und auswerten.

Montag, 20. Oktober 2014, 19.30 bis 21.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Es diskutieren:

  • Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
  • Anke Domscheit-Berg, Publizistin
  • Malte Spitz, Politiker der GRÜNEN und Datenschutzaktivist

Moderation: Michael Stognienko, Heinrich-Böll-Stiftung

Das Buch:
Malte Spitz
Was macht ihr mit meinen Daten?
HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
Oktober 2014, 240 Seiten, kart.
ISBN: 978-3-455-50328-9
http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/was-macht-ihr-mit-meinen-daten-buch-7206/

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Böll-Stiftung mit dem Verlag HOFFMANN UND CAMPE.