Doing NERD – Transdisziplinäres Symposium der Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt in Kooperation mit der der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) am 28.04.2013 zur transdisziplinären Veranstaltung Doing Nerd ein. Im Rahmen des NGBK-Projekts "Die Irregulären - Ökonomien des Abweichens" ist gemeinsam die Veranstaltung entstanden, die unter dem Slogan "Dilettantisch Handeln, virtuos Abweichen, stoisch Heimsuchen!" nach der Konstitution des Nerdigen fragt.

Die Berliner Heinrich-Böll-Stiftung lädt in Kooperation mit der der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) am 28.04.2013 zur transdisziplinären Veranstaltung Doing Nerd ein. Im Rahmen des NGBK-Projekts „Die Irregulären – Ökonomien des Abweichens“ ist gemeinsam die Veranstaltung entstanden, die unter dem Slogan „Dilettantisch Handeln, virtuos Abweichen, stoisch Heimsuchen!“ nach der Konstitution des Nerdigen fragt.

Die Herinrich-Böll-Stiftung lädt von 12 Uhr bis 18 Uhr ein gemeinsam an der internationalen und interdisziplinärem Symposium teilzunehmen. Das Programm findet ihr hier. Unter anderem hält Michael Makropoulos eine Keynote, diskutieren Markus Beckedahl (Digitale Gesllschaft e.V.) und Frank Rieger (Chaos Computer Club) und wird das Programm mit einer Musikperformance abgeschlossen.

Die Veranstaltung will folgender Fragestellung auf den Grund gehen:

dilettantisch handeln, virtuos abweichen, stoisch heimsuchen! transdisziplinäres symposium

Wer oder was ist nerdig?

a) Spezialisten, die sozial inkompetent, dafür aber einflussreich sind und im Großraumbüro einen eigenen Raum bekommen?
b) Schlaue Hipster mit Brusttasche, Hornbrille und Vestover, die sich mit Comics aus den 50ern auskennen und wissen, was mit Bazinga gemeint ist.
Ein Teil der Antwort ist der Einladung bereits zu entnehmen:
Sowohl als auch – aber auch weder noch. Längst redet man weniger vom Nerd sein, viel mehr handelt man nerdig. Was seit den fünfziger Jahren als abwertende Charakterisierung unsportlicher, unmodischer Streber galt, wurde in den Nullerjahren zum selbstgewählten Attribut jener Eigensinnigkeit, die ihre Fähigkeiten und Ausdauer nicht in verwertbaren„Best Practices“ stilisiert sehen will. Doing Nerd bezieht sich auf den unspektakulären Zugang des Fricklers und damit vielleicht auf eine Bastion leidenschaftlichen Wissens in unterschiedlichen Branchen & Gesellschaftsbereichen.
Dennoch werden gleich weitere Fragen aufgeworfen:
Vielleicht sind Nerds untote Künstler, gelehrte aus einer Zeit vor Goethe und Schiller, als die Attribute dilettantisch und virtuos weder widersprüchlich noch anrüchig klangen? Repräsentieren Nerds jetzt „das Andere der Arbeit“ – eine Zuschreibung, die in unseren Regionen bisher auf die vermeintlich autonome künstlerische Produktion projiziert wurde? Und falls Nerds Untote sind, warum suchen sie uns gerade jetzt heim?

Wer sich an der Suche nach Antworten beteiligen will, kann dies im Rahmen der kostenlosen Konferenz tun. Um Anmeldung auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung wird gebeten. Die Ausstellung „Die Irregulären – Ökonomien des Abweichens“ läuft noch bis zum 2. Juni 2013.