Bundestag debatiert erneut über Digitalisierung des kulturellen Filmerbes

2009 hat der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, ein Positionspapier zum Thema „Sicherung des Filmerbes“ vorgelegt. Darin wird u.a. auf die Notwendigkeit eingegangen, eine „Pflichthinterlegung“ für Filme durch eine Änderung im Archivgesetz (als Pflichtregistrierung) effizienter zu machen. Seitdem ist, trotz einer interfraktionellen Enigkeit wenig passiert - die Bundesregierung hat dieses so wichtige Thema einfach verschlafen. An dieser Stelle dokumentieren wir Konstatins Rede der 2./3. Lesung der hierzu von allen Fraktionen vorgelegten Initiativen.

2009 hat der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, ein Positionspapier zum Thema „Sicherung des Filmerbes“ vorgelegt. Darin wird u.a. auf die Notwendigkeit eingegangen, eine „Pflichthinterlegung“ für Filme durch eine Änderung im Archivgesetz (als Pflichtregistrierung) effizienter zu machen. Diese Änderung im Archivgesetz ist notwendig, um zu erfassen, welche Filme durch welche Fördermittel wann produziert werden. Bislang sind die Initiativen, die Bestände des deutschen Films zu erfassen und vor allem: zugänglich zu machen, nicht gebündelt und vor allem nicht nachhaltig finanziell gefördert. Eine Langzeitarchivierung etwa von Digitalfilm ist u.a. auch wegen der notwendigen kontinuierlichen Migration der Daten sehr kostspielig.

Auch die mit der Digitalisierung und Archivierung verbundene Problematik der Rechteklärung (verwaiste Werke etc.) haben wir mit Blick auf den mittlerweile von der Bundesjustizministerin abgepfiffenen 3. Korb zum Anlass genommen, das Thema Archivierung und Digitalisierung des Filmerbes wiederholt zum Thema im Deutschen Bundestag gemacht. Immer wieder wollten wir von der Bundesregierung wissen, was sie unternimmt, um deutsche Filme endlich besser und nachhaltiger zu archivieren und der Allgemeinheit zugänglich zu machen – insbesondere, wenn sie mit öffentlichen Mitteln gefördert sind.

Zu der Thematik hat unter anderem am Ende des letzten Jahres auch eine Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages (wir hatten berichtet) stattgefunden. Hier findet Ihr den für die Anhörung erarbeiteten Fragenkatalog und eine Übersicht der eingeladenen Experten. Auch über die Debatte zur ersten Lesung der zu dem Thema vorliegenden Anträge aller im Bundestag vertretenen Fraktionen hatten wir ausführlich berichtet und meine damalige Rede – wie es sich für dieses Thema gehört – dokumentiert. An dieser Stelle der Hinweis auf meine heutige Rede im Rahmen der Debatte zur 2./3. Lesung der Initiativen im Bundestag. Wie immer gilt: Über Rückmeldungen freue ich mich.