Der Eurovision Song Contest in Baku: Unser Song für eine Diktatur?

Am 26. Mai 2012 wird in Baku der Eurovision Song Contest ausgetragen – in einem Land, das extrem autoritär regiert wird, aber wegen seiner fossilen Energiereserven heftig umworben wird: Aserbaidschan. Was bedeutet das für den Eurovision Song Contest? Wie politisch kann, darf, muss der Eurovision Song Contest, die Künstler und Fans sein? Wie kann der Eurovision Song Contest statt Propagandashow für ein autoritäres Regime eine Solidaritätsbotschaft für die aserbaidschanischen Demokratie- und MenschenrechtsaktivistInnen werden? Wie organisiert sich die Opposition des Landes im Netz? Über diese uns andere Fragen diskutiert die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon mit dem aserbaidschanischen Blogger und Menschenrechtsaktivist Emil Milli.

Am morgigen Donnerstag, den 10. Mai 2012, diskutiert die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon ab 18.30 Uhr im „Monarch“ in der Skalitzer Straße 134  (U-Bahn Kottbusser Tor) mit Emil Milli, Blogger und Menschenrechtsaktivist aus Aserbaidschan. Gäste sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Diskussion:

  • Emin Milli, Blogger und Aktivist
  • Viola von Cramon, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Moderation:

Barbara Oertel, Leiterin der Auslandsredaktion der taz

Hintergrund:
Am 26. Mai 2012 wird in Baku der Eurovision Song Contest ausgetragen – in einem Land, das extrem autoritär regiert wird, aber wegen seiner fossilen Energiereserven heftig umworben wird: Aserbaidschan. Was bedeutet das für den Eurovision Song Contest? Wie politisch kann, darf, muss der Eurovision Song Contest, die Künstler und Fans sein? Wie kann der Eurovision Song Contest statt Propagandashow für ein autoritäres Regime eine Solidaritätsbotschaft für die aserbaidschanischen Demokratie- und MenschenrechtsaktivistInnen werden? Wie organisiert sich die Opposition des Landes im Netz?

Auf diese Fragen antwortet der bekannte aserbaidschanische Blogger und Aktivist Emin Milli. Er saß 2009/2010 für 17 Monate in Baku im Gefängnis, weil er sich in einem satirischen Video über korrupte Politiker seiner Heimat lustig gemacht hatte. Er studiert zur Zeit in London und ist weiterhin bestens mit der Szene der DemokratieaktivistInnen in Aserbaidschan vernetzt. Emin Milli diskutiert mit der grünen Bundestagsabgeordneten Viola von Cramon, die ihn im April 2010 im Gefängnis besucht hatte. Sie setzt sich im Bundestag und der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für die Stärkung von Demokratie und Menschenrechten in Aserbaidschan ein. Barbara Oertel, Leiterin der Auslandsredaktion der taz moderiert.