Bayern: Grüne Kommission zur Zukunft des Urheberrechts

Kommissionen können durchaus spannend sein: Die Landtagsfraktion der bayerischen Grünen hat eine Urheberrechtskommission eingerichtet. Diese wird sich in Form eines Rundes Tisches mit der Frage beschäftigen, wie das Urheberrecht aus dem analogen ins digitale Zeitalter sinnvoll überführt werden kann. In einem eigenen Blog unter zukunft-urheberrecht.de wird die Expertenrunde begleitet. Dort findet Ihr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches sowie die Berichte und Ankündigungen der Sitzungen.

Kommissionen können durchaus spannend sein: Die Landtagsfraktion der bayerischen Grünen hat eine Urheberrechtskommission eingerichtet. Diese wird sich in Form eines Rundes Tisches mit der Frage beschäftigen, wie das Urheberrecht aus dem analogen ins digitale Zeitalter sinnvoll überführt werden kann. In einem eigenen Blog unter zukunft-urheberrecht.de wird die Expertenrunde begleitet. Dort findet Ihr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches sowie die Berichte und Ankündigungen der Sitzungen.

Wir Grünen sind uns einig: Die technischen Möglichkeiten im Internet, urheberrechtliche geschützte Werke zu vervielfältigen oder weiterzuverarbeiten, erfordern einen neuen Ausgleich zwischen Autoren und Künstlerinnen und den Nutzerinnen und Nutzern. Gemeinsam mit dem kulturpolitischen Sprecher Sepp Dürr hat Ulrike Gote, medien- und netzpolitische Sprecherin, deshalb Künstlerinnen und Künstler, Internet-User, Verbände, Anwälte und Verwertungsgesellschaften an einen Runden Tisch gebeten. Mit der Kommission und dem Blog möchte die Landtagsfraktion einen breiten Austausch über die Konfliktfragen zwischen Urheberschutz und freiem Zugang zu Informationen, zwischen kommerziellen Interessen und privater Mediennutzung in Gang setzen und freut sich über Beteiligung.

„Die ersten beiden Treffen unserer Kommission verliefen sehr konstruktiv und damit ganz anders, als es der öffentliche Streit derzeit vermuten lässt“, berichtet Ulrike Gote im Blog. So lagen die Vorstellungen beider Seiten oft nicht so weit auseinander: Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer demnach, dass das Urhebervertragsrecht dringend einer Reform bedürfe und die Schrankenregelungen insbesondere bei der nicht-kommerziellen Nutzung angepasst werden müssten. Jetzt geht es darum, in einer nächsten Runde auch die Provider einzubeziehen und damit die gesamte Wertschöpfungskette vom Urheber bis hin zur Nutzerin in den Blick zu bekommen.