makeITfair–Aktion für ein faires und grünes Handy

Millionen Menschen in Deutschland nutzen ein Handy. Doch nur die wenigsten haben sich bisher Gedanken über die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung gemacht. Bei immer mehr Produkten haben wir die Möglichkeit uns für eine fair gehandelte Alternative zu entscheiden. Warum eigentlich nicht bei unserem Handy?

Während fair trade Kaffee einen immer größeren Marktanteil gewinnen kann, fehlt auf dem Markt für Mobiltelefone bisher eine faire und grüne Alternative völlig. Konsumenten wünschen sich oftmals eine Alternative, die Mobilfunkunternehmen bieten diese jedoch bisher meist nicht an – und verpassen dabei einen wichtigen Trend. Denn vielen ist die Möglichkeit, sich bewusst bei einer Kaufentscheidung für bessere Sozial- und Umweltstandards einzusetzen, durchaus einen Aufpreis wert. Auch Angebote, die alten Handys zu recyceln fehlen oftmals. Dabei werden immer mehr Geräte pro Jahr auf den Markt und von dort aus schnell auf die Deponie geworfen. Mobilfunkanbieter bieten als Prämie für Vertragsverlängerungen meist neue Handys an, wodurch die durchschnittliche Nutzungsdauer der Geräte zusätzlich sinkt.

makeITfair hat aus diesem Grund eine Kampagne gestartet, mit welcher du deinen Mobilfunkanbieter dazu auffordern kannst, eine grüne und faire Alternative anzubieten. Ziel ist es mindestens 10.000 Unterschriften zu sammeln, um diese öffentlichkeitswirksam den Mobilfunkanbietern zu überreichen. Dies ist nicht die erste Aktion dieser Art von makeITfair. Das europäische Projekt makeITfair setzt sich für umweltschonende Alternatien im IT-Bereich ein. In vergangenen Kampagnen wurden Arbeitsbedingungen in Rohstoffminen öffentlich kritisiert und die Unternehmen Nintendo und Microsoft zur Förderung von green IT aufgefordert.

Green IT wird in Zeiten knapper Ressourcen und einer immer technikintensiveren Produktion zunehmend zu einem Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Ein nachhaltiger Umgang mit wichtigen Rohstoffen sollte daher von den Unternehmen zukünftig bereits bei der Produktion und Gestaltung der Angebote berücksichtigt werden. Den Konsumenten sollte daher bei der Kaufentscheidung zumindest eine umweltschonende und faire Alternative zur Auswahl stehen. Auf dem Markt für Mob iltelefone besteht hier dringender Nachholbedarf.